Vera Chimscholli ihr sein TextBlog

Das ultimative Angebot

Posted in Computer, Internet, Kurioses, Nervkram, Sprache, Web 2.0, Werbung, Wie? by Vera Chimscholli on Dienstag, September 9, 2008

Spam nervt. Keine Frage. Alleine schon deshalb, weil das Entsorgen dieser Unnützmails aus dem Account Zeit in Anspruch nimmt. Dann und wann aber sorgen sie für einen amüsanten Start in den Tag. So wie vorhin. Lautete eine Betreffzeile doch: »Man lebt nur einmal. Probier’s aus!« Und es war keine Mail einer Sterbehilfeorganisation.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

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Und das alles ohne Vaseline

Posted in Alltag, Klassiker, Marketing, Nervkram, W wie Vera, Werbung, Wie?, Wirres by Vera Chimscholli on Dienstag, August 26, 2008

Die Erkenntnis auf Kundenseite »Wir brauchen eine Imageanzeige«, ist an und für sich ja durchaus als positiv einzustufen. Landet diese Aufgabe auf dem eigenen Schreibtisch, freut das.

Das Frohlocken steigt schier ins Unermessliche, wenn diese Anzeige gleichzeitig gegen einen unliebsam gewordenen Mitbwerber schießen und man »sich mal so richtig austoben soll«.

Seit Anfang Juli liegt das Ergebnis beim Kunden; wahrscheinlich einsam in einem grauen Ablagekorb, da die personifizierten Marketinginstanzen in den Sommerurlaub entschwunden waren. Nun sind sie zurück und am Telefon. Sie fänden alles ganz prima, heißt es, doch dieser eine Satz da solle gestrichen und durch einen zur umfassenden Beratungskompetenz ersetzt werden.

Nun muss man wissen, dass dies Hauptinhalt der Anzeige ist. Das Argument, dies nochmals anzuführen, sei womöglich schlichtweg zu viel, fördert den wahren Grund für den Kundenwunsch zu Tage: Man empfindet den Text als zu forsch. Überdies würde es in einigen Tagen einen Wechsel in der Geschäftsführung geben. Und da nicht bekannt sei, wer auf dem großen Sessel Platz nehmen wird, wolle man einen schlechten Eindruck zum Auftakt vermeiden.

Prinzip: Den eigenen Kopf zur Erleichterung des Einführvorgangs bereits vor Eintreffen eines neuen Arschs schrumpfen lassen.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Jobbeschreibung

Posted in Alltag, Kreativität, Kurioses, Slogans, Sprache, W wie Vera, Werbung by Vera Chimscholli on Mittwoch, Juli 9, 2008

»Die Claims sind klasse, aber wir brauchen noch Varianten mit ‚Liebe‘ und ‚Leidenschaft‘, aber ohne die Begriffe ‚Liebe‘ und ‚Leidenschaft‘.«

Nö, ist klar. Und das auf Deutsch, ohne ein deutsches Wort zu benutzen, nicht wahr?!

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Pump it up

Posted in Alltag, Kurioses, Leben, W wie Vera, Werbung by Vera Chimscholli on Dienstag, April 15, 2008

Der Kunde ist König. Dieser Gedanke einer omnipräsenten Monetärmonarchie schwingt ja schon permanent mit, wenn man in unserer Branche seinen Dienst leistet. Sobald der Kunde also einen Wunsch äußert, ist der eben Befehl. Und so kam es, dass ich mein Wochenende nicht beim ADC, sondern in Essen verbrachte.

Dort trafen sich alle Körperkultigen auf Europas größter Fitnessmesse. Auch da wimmelte es nur so von schönen und schön gemachten Menschen, deren oberstes Ziel die Präsentation ist; die Präsentation des eigenen Selbst.

Mehrere Hundert radelten dort zum Beispiel in einer Halle auf der Stelle und folgten keuchend und schwitzend gebrüllten Kommandos dreier Vorfahrender auf einer Bühne. Nur einige Meter weiter absolvierte eine ähnlich große Gruppe liegend ihr Leibesertüchtigungsprogramm, natürlich freudig beäugt von einer mindestens ebenso großen Schar überwiegend männlicher Messebesucher. So und so ein amüsanter Anblick.

Der bot sich schon vor dem Betreten der Messe. Während wir in der Schlange Richtung Kassenhäuschen, eingehüllt in dicke Jacken und Schal gegen den Frühlingstag, der nichts dafür tat, diese Bezeichnung zu verdienen, warteten, fiel auf, dass vor, neben und hinter uns jede Menge Männer eher mittlerer Größe standen, die außer einem viel zu kleinen, ärmellosen T-Shirt oben herum nichts weiter trugen. Massiges Fleisch, wohin das Auge blickte. Reflexartig fragte ich den Berater an meiner Seite: »Machen anabole Steroide auch kälteunempfindlich?« Sein durch die Zähne gezischtes »Pst, still. Bist Du verrückt?!« gemahnte mich an einen weiteren Aspekt und so entgegnete ich, »Stimmt, die machen ja auch aggressiv.« Mein Kollege wurde blass, während die Umstehenden weiter vor sich hin stierten. Taubheit steht demnach auch auf dem Beipackzettel.

Die wünschte ich mir auch, nachdem wir die erste Halle betreten hatten. Eine Kakophonie aus 120 bpm Remixen empfing uns. Es gab jedoch keinen anderen Weg. Wir mussten durch diese Halle der Kraftsport-Szene, um an unser Ziel zu gelangen. Und da waren sie dann, die Kraft-Mensch-Meier.

In jeder nur erdenklichen Größe, doch nicht immer von klar zu definierendem Geschlecht.

Jedoch stets in dem Bewusstsein, dass es sich um eine Verkaufsmesse handelt, also P.O.Sen.

Interessant war vor allem die Standgestaltung. Während große Anbieter in den übrigen Hallen alles aufboten, was Messebauer zur Zeit möglich machen können, begnügte man sich in Halle 10 mit dem Nötigsten.

Wobei dieser Käfig, der unzählige Trainierende beherbergte, schon wieder gut ist, weil er das Thema konsequent bis zum Ende spielt.

Nach viel Gedränge und noch mehr nackten Körpern erreichten wir schließlich doch noch den Ausgang der Halle und den Zugang zur nächsten. Zwischen den beiden lagen die WCs; und ich bin mir sicher, dass man mit dem Urin, der dort an einem Tag durch die Rohrleitungen gegangen ist, ein Kälbchen binnen 48 Stunden in einen Zuchtbullen verwandeln könnte.

Als wir endlich am Stand unseres Kunden ankamen, der übrigens Trainingsgeräte für therapeutische Zwecke herstellt, und ich schon freudig durchatmen wollte, rempelte ausgerechnet er mich an und ging breit und grinsend weiter.

Was für ein Tag.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Nicht weiter drüber nachdenken

Posted in Kurioses, Marketing, Missgeschicke, W wie Vera, Werbung by Vera Chimscholli on Montag, März 31, 2008

Werbung will Wünsche wecken. Klar. Dazu werden exemplarische Situationen dargestellt, die Verbraucher im Idealfall in ihr persönliches Lebensumfeld übertragen können. Auch OK.

Bei manchen Anzeigen würde ich mir allerdings wünschen, bestimmte Dinge blieben ungesagt.

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Was macht er da?

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Einwurf statt Auswurf

Posted in Alltag, Leben, Werbung by Vera Chimscholli on Donnerstag, Februar 14, 2008
»Wer lacht hat Kapazitäten.«

Ich muss wieder.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Bloß nicht assoziieren

Posted in Kurioses, Rätsel, Werbung by Vera Chimscholli on Dienstag, Februar 5, 2008

Damit man sich ein besseres Bild über ein Unternehmen machen kann, gibt es das Logo.

Der Swoosh des Sportartikelherstellers steht für die Flügel der Siegesgöttin Nike, die blau-weißes Farbflächen von BMW symbolisieren einen drehenden Propeller … und bei RWE?

rwe-logo.jpg

Immer wieder schaue ich mir die Hand auf blauem Grund an. Immer wieder habe ich die Vision eines Menschen, der einige hundertstel Sekunden zuvor an eine Starkstromleitung gegriffen hat. Und dazu summt Roger Chapman sein akustisches Logo.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Abschied ist ein schweres Schaf

Posted in W wie Vera, Werbung by Vera Chimscholli on Montag, Februar 4, 2008

Nun heißt es also Winkewinke zum lieb gewonnenen Kollegen gegenüber.

AD, mein kleiner Gardeoffizier.

Bis dann dann
Deine Vera Chimscholli

O tempora! O mores!

Posted in Werbung by Vera Chimscholli on Mittwoch, Januar 30, 2008

Die Zeiten, in denen ein Kunde Agenturarbeit für einen Pitch durch ein Präsentationshonorar wertschätzte, gehören bis auf wenige Ausnahmen der Vergangenheit an. Gründe führen Berufene mannigfaltige an, häufig genügt als Erklärung das beschwörende Raunen der Ziffer 911.

Wie dem auch sei, es ist halt so. Doch inzwischen hat das quick & cheap eine neue Dimension erreicht, die weit über einen Pitch hinaus in den gesamten Prozess einer Zusammenarbeit reicht. Dann kommt es zu solchen Mails des Kunden an die Agentur:

»Da wir langfristig zusammen arbeiten möchten und wir hoffen und auch sicherlich Sie, dass es erfolgreich wird, ist es da nicht auch wünschenswert, dass der Dienstleister – in diesem Fall Sie – auch am Anfang gerade „Gas“ gibt und bei finanziellen Dingen ein Auge zudrückt, um den Neukunden zu begeistern und zu gewinnen, so dass definitiv schnellstmöglich eine Win-Win-Situation entsteht…?!«

Also heut Abend gehe ich doch sofort in ein Kaufhaus, lade den Einkaufswagen randvoll und werde dann an der Kasse diesen Satz zitieren. Mal sehen, was passiert.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Wie, das war 2007?

Posted in Marketing, Werbung by Vera Chimscholli on Mittwoch, Januar 16, 2008

Blicke ich in die falsche Richtung? Habe ich ständig die Augen zu oder steckt mein Kopf komplett im Sand??

Wieso ist dieses außergewöhnliche Frosta-Engagement an mir vorübergegangen?? Keine Ahnung. Doch für alle, denen es womöglich ähnlich ging (wahrscheinlich sind das aber wieder nicht allzu viele), hier ein ebenso herrlicher wie mutiger Spot.

Und es ist kein Fake.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Edit: Keine halben Sachen machen. Aus diesem Grund hier noch die Fortsetzung des obigen Spots.