Vera Chimscholli ihr sein TextBlog

Und das alles ohne Vaseline

Posted in Alltag, Klassiker, Marketing, Nervkram, W wie Vera, Werbung, Wie?, Wirres by Vera Chimscholli on Dienstag, August 26, 2008

Die Erkenntnis auf Kundenseite »Wir brauchen eine Imageanzeige«, ist an und für sich ja durchaus als positiv einzustufen. Landet diese Aufgabe auf dem eigenen Schreibtisch, freut das.

Das Frohlocken steigt schier ins Unermessliche, wenn diese Anzeige gleichzeitig gegen einen unliebsam gewordenen Mitbwerber schießen und man »sich mal so richtig austoben soll«.

Seit Anfang Juli liegt das Ergebnis beim Kunden; wahrscheinlich einsam in einem grauen Ablagekorb, da die personifizierten Marketinginstanzen in den Sommerurlaub entschwunden waren. Nun sind sie zurück und am Telefon. Sie fänden alles ganz prima, heißt es, doch dieser eine Satz da solle gestrichen und durch einen zur umfassenden Beratungskompetenz ersetzt werden.

Nun muss man wissen, dass dies Hauptinhalt der Anzeige ist. Das Argument, dies nochmals anzuführen, sei womöglich schlichtweg zu viel, fördert den wahren Grund für den Kundenwunsch zu Tage: Man empfindet den Text als zu forsch. Überdies würde es in einigen Tagen einen Wechsel in der Geschäftsführung geben. Und da nicht bekannt sei, wer auf dem großen Sessel Platz nehmen wird, wolle man einen schlechten Eindruck zum Auftakt vermeiden.

Prinzip: Den eigenen Kopf zur Erleichterung des Einführvorgangs bereits vor Eintreffen eines neuen Arschs schrumpfen lassen.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

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Heute für umme, Herr Müller

Posted in Irrtümer, Marketing, Missgeschicke, Verpackung, W wie Vera by Vera Chimscholli on Montag, Mai 26, 2008

Lieber Herr Müller aus Fischach-Aretsried,

Sie haben doch seinerzeit jede Menge Subventionen erhalten – wie war das noch, 30 Millionen von der EU und 40 Millionen vom Land Sachsen? – und bestimmt in Ihrem Sinne gewinnbringend angelegt; doch hätten Sie nicht einen ganz kleinen Teil davon für ein Korrektorat ausgeben können?

Bis dann dann
Ihre Vera Chimscholli

Höhenangst? Ich? Ach wo!

Posted in Alltag, Leben, Marketing, Schönes, Uncategorized, W wie Vera by Vera Chimscholli on Montag, April 28, 2008

Sobald die Sonne nur ein wenig länger als eine Stunde am Stück scheint, scheinen die Menschen in meinem unmittelbaren Umfeld zu glauben, dies sei der Weckruf für ihre bis dahin gemütlich im Verborgenen schlummernde Aktivität. Und nur, weil das bei ihnen womöglich so ist, verallgemeinern sie diese Annahme und beziehen mich dann in diese Annahmnese (tschuldigung, der musste raus) mit ein. DAS IST ABER GAR NICHT SO!

So kam ich gestern trotz Strampeln und Schütteln nicht umhin, mich dem Trupp zwecks sonntäglicher Unternehmung anzuschließen. Es blieb jedoch nicht bei einer Landpartie. Vielmehr hatte man sich ein Ziel ausgesucht, dessen Name allein mich schon schwindeln ließ; es ging zum Kraxelmaxel. Etwas für alle, die hoch hinaus wollen. Bis zu zehn Meter über den Boden. Während wir also dort oben auf kleinen Holzplateaus hockten, wurde nicht etwa der Wald gefegt, sondern vom Instrukteur, der sicher am Boden stand, in knappen Worten gefordert, dass man sich nun über Draht- und andere Seile zum nächsten Plateau vier Bäume weiter begeben solle.

Bisher kannte ich das alles nur theoretisch, wenn ich ein derartiges Event mal für eine Marketingabteilung zur Förderung des Teamgeistes vorgeschlagen und auf dem Papier ausgearbeitet hatte. Nun weiß ich, dass es weniger fürs Team, dafür viel für die Selbsterkenntnis tut. Erstaunlich, welche Amplitude so ein Knie ohne großen Energieaufwand erzeugen kann. Habe gezittert wie Espenlaub; aber das passt ja irgendwie zu Bäumen.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Chronik einer bröckelnden Freundschaft

Posted in Apple, Arbeitsweisen, Computer, Kurioses, Leben, Marketing, W wie Vera, Wie?, Wut by Vera Chimscholli on Donnerstag, April 24, 2008

Habe ich eigentlich bereits erwähnt, wie sehr ich an meinem Mac hänge? Korrekt ausgedrückt müsste es in der überwiegenden Zeit heißen, er hängt an mir, da ich ihn überall mit hinnehme (aus zwangsläufig wurde womöglich zwanghaft, wer weiß). Doch bin ich mir sicher, es bereits mehrfach erwähnt zu haben. Wie dem auch sei; während andere sich zu emotionalen Gefühlsausbrüchen gegenüber Fleischklopsen hinreißen lassen, so tue ich dies eben in Richtung dieses kleinen flachen Helferleins: ich liebe es.

In jüngster Zeit jedoch wird unser enges Mensch/Maschine-Verhältnis auf eine harte Probe gestellt.
Nach der letzten Softwareaktualisierung, die unter anderem ein OS X Update auf 10.5.2 in der Größe von 347 MB (mächtiges Badabumm) enthielt, streikte AirPort. Zunächst habe ich zwischen Update und abnormem AirPort-Verhalten keinen Zusammenhang gesehen, sondern die Fehlfunktion eher bei mir vermutet. Mit der Zeit und nach einigem Forschen in Foren wurde allerdings deutlich, dass ich mit diesem Problem nicht alleine dastand.
Also das Frühstücksbrettchen sorgsam eingetütet und ab damit zum nächstgelegenen Dealer. Auf meine naive Frage »Kennt Ihr das Problem?« erhielt ich selbstredend die Antwort »Nö, hören wir zum ersten Mal.« Mein Hinweis auf die Einträge in Foren brachte auf der anderen Seite das Erinnerungsvermögen allmählich zurück, mich der Lösung aber keineswegs näher. Denn der Vorschlag lautete, die alte OS-Version von CD wieder installieren und warten, bis Apple ein neues Update raus bringt.

Man hat ja auch sonst nichts zu tun; da ich jedoch auf ein funktionierendes System angewiesen bin, blieb mir nichts anderes als der Biss in diesen sauren Apfel. Dass es tatsächlich problemlos auf Anhieb gelang, muss an einer besonders günstigen Sternenkonstellation gelegen haben. Nun ja, blindes Huhn, Korn, Prost.

Tatsächlich begann AirPort wieder mit seiner Arbeit. Doch nun blieben mir all die Extras der schönen neuen Update-Welt verborgen. Ein Zustand, der unbefriedigender nicht sein könnte. So griff ich eines Tages also zum Hörer und wählte die Nummer des Apple-Supports; ich … hasse … Anrufe … bei … Technikhotlines. Eigentlich. Doch da es Apple war, dachte ich, wird schon werden.

(Gedankenprotokoll, gekürzt)

A: »Apple Support, mein Name ist XXX, wie kann ich Ihnen helfen.«
V: »Ja hallo, Chimscholli hier. Nach dem letzten großen Update funktionierte AirPort nicht mehr. Das ist ja anscheinend ein bekanntes Problem. Ist da in absehbarer Zeit Abhilfe von Apple zu erwarten?«
A: »Probleme? Nach dem Update? Mit AirPort? Davon wissen wir nichts!«
V: »Wie, Sie wissen nichts? Die Foren sind voll davon.«
A: »Einen Moment, bleiben Sie mal bitte dran.«

Den Musiktitel weiß ich nicht mehr, aber ich musste ihn mir zweimal anhören, während ich in der Warteschleife hing.

A: »Hören Sie? Ich habe gerade mit meinem Vorgesetzten gesprochen. Das Problem ist doch bekannt. Da scheint es einige Schwierigkeiten zu geben.«
V: »Ja, und gleich noch mehr. Mit mir. Weshalb kommuniziert Apple derartig gravierende Dinge nicht auf den eigenen Supportseiten, sondern überlässt seine Kunden sich selbst und einer zeitraubenden Suche durch Foren?«
A: »Das ist seit langem Apple-Politik. Über Fehler wird nicht gesprochen.«

Decken wir den mit Frühlingsblüten bestickten Mantel des Schweigens über den Rest der Szene. Denn das, was mir zu diesem letzten Satz ein- und von Zorn befeuert aus dem Mund fiel, ist nicht zitierfähig. Das Gespräch endete mit der Zusage, man würde sich per Mail oder telefonisch bei mir melden, sobald es eine Lösung gäbe.

Am nächsten Tag erhielt ich tatsächlich eine Mail mit der Betreffzeile „Ihr Anruf bei AppleCare Support Center“. Wirklich fix, die Jungs, dachte ich noch, musste dann aber feststellen, dass es sich lediglich um eine Standardmail zur Abfrage der Kundenzufriedenheit handelte. Und das Beste: Gleich zweimal taucht bei den Fragen mit multiple choice Antwortoption die Frage auf, ob man vor seinem Anruf die Supportseiten im Internet aufgesucht habe, um dort die Lösung fürs Problem zu erhalten. Angesichts der Auskunft am Telefon der blanke Hohn.

Dies liegt nun schon über einen Monat zurück. Ich warte nach wie vor auf den Anruf oder die Mail mit dem „wir haben fertig“. Bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergeht.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Nicht weiter drüber nachdenken

Posted in Kurioses, Marketing, Missgeschicke, W wie Vera, Werbung by Vera Chimscholli on Montag, März 31, 2008

Werbung will Wünsche wecken. Klar. Dazu werden exemplarische Situationen dargestellt, die Verbraucher im Idealfall in ihr persönliches Lebensumfeld übertragen können. Auch OK.

Bei manchen Anzeigen würde ich mir allerdings wünschen, bestimmte Dinge blieben ungesagt.

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Was macht er da?

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Von erschreckend bis erfrischend

Posted in Marketing, Medien by Vera Chimscholli on Mittwoch, März 26, 2008

So ein Privatsender hat es ja auch nicht leicht. Vom ewigen Schielen auf die Quoten wird man auf Dauer anscheinend ziemlich gaga im Kopf. Anders ist wohl kaum zu erklären, was am gestrigen Abend auf Sat.1 geschah.

Hochoffensiv hatte man vor einigen Tagen die eigene Nachrichtensendung auf den 20 Uhr Termin platziert. Eine offene Attacke auf den Feldherrenhügel der ARD. Aber, wer nicht wagt …

Nun muss so ein Schritt ganz offensichtlich binnen Tagen zählbare Spuren hinterlassen; und da ist jedes Mittel recht. Oder wie darf man sich das Laufband um 19:50 am unteren Rand auf Sat.1 erklären, in dem es hieß, der Täter, der am Wochenende bei Oldenburg eine Frau tötete, indem er einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke auf ihr Auto warf, sei gefasst, und mehr dazu gäbe es dann in den Nachrichten auf Sat.1.? Zwar wurde über den Fall berichtet, doch die Behörden hätten nach wie vor keine Spur des Täters. Diese Art von Quotenfang ist nicht mehr gaga, sie ist widerlich.

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Schön hingegen ist das, was in den nächsten zwei Wochen auf dem Sendeplatz der Kulturzeit geschieht. Da die Studiokulisse umgebaut wird und das ein wenig länger dauert, entschied man sich für eine Art 14-tägiges „Notprogramm“ – ein 3-fach Loop zwischen 19:20 und 20:00 h mit Raum für Experimente. Sehenswert.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Verkaufsargumente

Posted in Kurioses, Leben, Marketing, Wie? by Vera Chimscholli on Montag, März 10, 2008

Vom admin über die Brillanz des neuen iMac mit 24“-Monitor:

»… da kriegt man echt Angst. Besonders auf den Pornoseiten.«

Bis dann dann
Eure Vera Chimschollli

Mit Spaß bei der Arbeit

Posted in Kurioses, Marketing, Missgeschicke, Wie? by Vera Chimscholli on Montag, Februar 4, 2008

1977 verbuchte Johanna von Koczian mit ihrem ironischen Titel „Das bisschen Haushalt …“ enorme Erfolge in der hausfräulichen Zielgruppe.

2003 war Vorwerk mit der Darstellung der Hausfrau als Managerin („Ich führe ein sehr erfolgreiches kleines Familienunternehmen“) der beste Freund aller gestressten Mütter vor der abendlichen TV-Werbung.

Und nun scheint es so zu sein, dass Media Markt in eine neue Dimension der Hausarbeit vordringen möchte – das vermute ich jedenfalls, nachdem ich am vergangenen Wochenende dieses Photo in einem der Märkte hier vor Ort gemacht habe.

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Ist aber auch ein raffiniertes Manöver, Waschmaschine, Trockner etc. einfach als Mobile Entertainment zu bezeichnen. Da will doch jede ihren Platz am Herd.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Nachhilfe erbeten

Posted in Internet, Kurioses, Marketing by Vera Chimscholli on Donnerstag, Januar 17, 2008

Klein-Vera braucht nerdige Unterstützung.

Habe ich doch gestern hier einen Minipost zur neuen Apfelscheibe hinterlassen.

Heute Morgen finde ich nun den Hinweis von WP auf einen eingehenden Link mit dem Titel, „Da der Apfel, hier ich Eva“. Nach dem Klick gelangt man auf eine Apple-Seite voller Werbung – interessant daran ist aber die URL.

Kann mir irgendjemand sagen, was das ist und wie so etwas Zustande kommt?

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Da der Apfel, hier ich Eva

Posted in Computer, Kult, Marketing, Web 2.0 by Vera Chimscholli on Mittwoch, Januar 16, 2008

Steve Jobs, Sie sind gemein, stürzen Sie doch ein Mädchen in arge Konflikte.

Sie sind der Schuhmachermeister des 21. Jahrhunderts.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli