Vera Chimscholli ihr sein TextBlog

Hauptsache mobil

Posted in Werbung, Wie? by Vera Chimscholli on Dienstag, Januar 8, 2008

Seit Kurzem bin ich tatsächlich Mitglied im ADAC.
Letztlich habe ich mich dann doch den Ratschlägen einiger Experten im näheren sozialen Umfeld gefügt, die übereinstimmend die Ansicht teilten, angesichts meines recht betagten fahrbaren Untersatzes, sei dies ein unabdingbares Muss.

Für den Fall der Fälle scheine ich also gerüstet. Und auch sonst befinde ich mich wohl in zahlreicher Gesellschaft; immerhin sind mehr Menschen in Deutschland im ADAC als in der Kirche.

Die monatliche Postille, die mir seither regelmäßig zugestellt wird, lässt allerdings Zweifel aufkommen, ob ich tatsächlich Zielgruppe dieses Vereins bin. Schuld an diesem Argwohn sind die letzten Seiten der ADACmotorwelt, auf denen Kleinanzeigen dicht gedrängt um neue Kunden werben.

In der aktuellen Ausgabe preisen allein 20 (danach habe ich aufgehört zu zählen) auf fünf Seiten die Vorteile von Treppenliften an. Ob gebraucht oder neu, zum Mieten oder Kaufen, versprechen sie „neue Mobilität“. Wie passt das zusammen? Wird die ADACmotorwelt wehmütig von Menschen gelesen, die nach einem Unfall mit dem Auto eine Gehbehinderung davon getragen haben? Oder sind tatsächlich so viele Autofahrer bewegungseingeschränkt und das Auto ihr einziger Zugang zur Welt? Aber würde es dann nicht mehr Sinn machen, für Apparaturen zu werben, die Menschen in ihr Auto helfen? Und warum gibt es so viele Hersteller von Treppenliften und weshalb behindern die sich derartig im Kleinanzeigenteil.

Ich bin verwirrt.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

4 Antworten

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  1. Don said, on Dienstag, Januar 8, 2008 at 15:13

    Es soll ja durchaus Leute geben, die so einen Treppenlift nicht für sich, sondern für andere Leute, wie z.B. ihre Eltern kaufen.

  2. Jazz Inaria said, on Montag, Januar 21, 2008 at 10:07

    A parte gesprochen: Liest eigentlich noch jemand dieses Magazin? Ich habe schon bei dem Verein nachgefragt, ob man nicht meinen Mitgliedsbeitrag senken könnte, wenn ich auf dieses gedruckte Mischmasch verzichtete. Das telefonische Äquivalent von staunend geöffneten Mündern war die Folge.

    Interessante Zielgruppe übrigens, die Sie ansprechen, Herr Don. Die so genannte Zielgruppe, die gar nicht mehr direkt angesprochen ist. Frau Vera, zitieren Sie doch mal das eine oder andere treppenmobile Beispiele. Ich kann damit leider nicht dienen, da meine Ausgaben direkt im Altpapier landen.

  3. Finja said, on Sonntag, Februar 10, 2008 at 22:57

    Hilft der ADAC denn auch, wenn man mit dem Treppenlift stecken bleibt?

  4. Vera Chimscholli said, on Montag, Februar 11, 2008 at 11:31

    Das wiederum verlieh der Bezeichnung „Gelber Engel“ noch größere Authentizität; schließlich würden sie den Mitgliedern dann beim Auffahren helfen.


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