Vera Chimscholli ihr sein TextBlog

Aufklärung 2008

Posted in Leben, W wie Vera by Vera Chimscholli on Mittwoch, Januar 2, 2008

Alle wieder wohlbehalten, voll guter Vorsätze und wohlfeiler Köstlichkeiten in den Wänsten im neuen Jahr gelandet? Fein.

Letztere beladen mich nach wie vor und erzeugen dieses Grummeln im Kopf, das nach „ach hätte ich doch nicht“ klingt. Dabei haben wir am Neujahrsmorgen doch alles getan, um dem Ansetzen keine Chance zu geben.

Mein Silvester verbrachte ich bei Freunden und schlug mir nach etlichen Feierstunden den Rest Nacht auf der Couch als Schnellschlaf um die Ohren, bevor mich die Zwerge der Freunde dort zu früher Morgenstunde entdecken und mit einem gellenden „Tante Vera“ als Pferd, Kamel und anderes Reitgetier missbrauchten.

Nach einem herrlichen Frühstück, das bis ins Neujahrskonzert hinein reichte, beschlossen wir, der aufkommenden Trägheit durch einen ausgedehnten Spaziergang zu begegnen.
Wohlan, flugs in die warmen Klamotten und los.

Vorbei an Häusern mit halb geöffneten Jalousien, durch deren Schlitze das Licht bereits trocken gewordener Weihnachtsbäume die winterlichen Sonnenstrahlen zu einem Leuchtwettstreit herauszufordern schienen, folgten wir einem Weg durch einen kleinen Wald, an dessen Ende sich die Weide eines Bauernhofes anschloss.

Jede Menge Schweine tollten darauf herum; als würden sie gemeinschaftlich feiern, dass sie die Festtage überlebt hatten, so ausgelassen gebärdeten sie sich auf dem platten Gras. Am größten schien die Freude beim einzigen Eber dieser Gruppe zu sein

Laut grunzend lief er hinter seinen Artgenossinnen her und schwang schließlich schwerfällig die Vorderläufe auf den Rücken einer Sau, um … Ja, genau.

So etwas passiert natürlich immer nur mir; war ich doch mit den Zwergen vor den anderen hergelaufen, bis zu dieser Wiese. Und nun stand ich mit den Jungs alleine am Stacheldraht, und es konnte nur noch Sekunden dauern, bis meine Phantasie durch die Frage „Tante Vera, was machen die da?“ bis zum Maximum gefordert werden würde. Schon legte ich mir etwas aus der Kategorie Bienchen und Blümchen zurecht, als einer der beiden rief, „Tante Vera, schau mal, die spielen ‚Bremer Stadtmusikanten‘!“

Glück gehabt. Am ersten Tag des Jahres. Wenn das mal kein Zeichen ist.

Also auch für Euch jede Menge Schwein in diesem Jahr.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

3 Antworten

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  1. eigenart said, on Mittwoch, Januar 2, 2008 at 18:14

    Eine wundervolles Jahr 2008 auch Ihnen.

    Ich war mit meinen Eltern unlängst in einer Playmobil-Ausstellung.

    Bei diesem Anblick konnte ich mir die Frage „Mama, was machen die da?“ allerdings nicht verkneifen.

    „Die machen ES“, lautete die Antwort. „Wie die Karnickel.“

    Mein Vater lief hingegen peinlich berührt davon… „Guck mal, da vorne hängt einer am Galgen …“

  2. Ninifaye said, on Donnerstag, Januar 3, 2008 at 10:47

    Ebenfalls ein frohes Neues.
    Bei mir war die Sau wohl eher viraler Natur.
    Daher läute ich jetzt das zwangs- lange Wochenende ein und verkriech mich unter die Piggeldi-Decke.

  3. Vera Chimscholli said, on Donnerstag, Januar 3, 2008 at 13:07

    Was für ein Jahresstart. Bessern Sie sich und gute Erholung.


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