Vera Chimscholli ihr sein TextBlog

Wenn der Kunde sich einmal verliebt hat

Posted in Sprache, W wie Vera, Werbung by Vera Chimscholli on Dienstag, Juli 31, 2007

Natürlich habe auch ich einen deutlich identifizierbaren Hang zu bestimmten Wörtern. Weiß der Himmel warum, es ist einfach so.

Würde sich jemand die Mühe machen, fände er mit Sicherheit eine Präponderanz (das Wort wollte ich immer schon schreiben) des Wörtchens »stets« in meinen Texten. Insofern bringt es mich nicht sonderlich aus der Ruhe, wenn der Kunde wieder und wieder versucht, seinem Lieblingswörtchen eine Heimstadt im Werbematerial zu geben.

Doch passen muss es. Unbedingt. Tut es das nicht, fliegt es raus, respektive kommt gar nicht erst rein. Es sei denn, der Kunde als Mäzen des Wörtchens interveniert. Und dann wird es eckig. Dann werden die Diskussionen immer hitziger, die Stimmen lauter und die Kopfhautfärbungen roter.

Aber »gratis« ist die Prämie nun mal nicht, wenn der Verbraucher dafür wie ein Blöder vorher Papppunkte von Packungen sammeln musste.

Dass ich das stets erklären muss.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

9 Antworten

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  1. Ninifaye said, on Mittwoch, August 1, 2007 at 11:12

    Schlimm, sowas.
    Ich hab aktuell absolutes Imperativ-Verbot.
    Schade, eigentlich.

  2. verachimscholli said, on Mittwoch, August 1, 2007 at 11:19

    Stürzen Sie sich doch in die Konjunktive; nach kurzer Zeit dürfen Sie bestimmt wieder Befehle geben.

  3. Ninifaye said, on Mittwoch, August 1, 2007 at 11:24

    Noch besser: Zur Strafe hab ich mich aufs Futur II verlegt.
    Das haben sie jetzt davon.

  4. verachimscholli said, on Mittwoch, August 1, 2007 at 11:54

    Super fürs Verkaufen. Irgendwann dann.

  5. eigenart said, on Mittwoch, August 1, 2007 at 14:31

    Das wollte ich spätestens morgen eigentlich auch schon lang gemacht haben.

  6. ramses101 said, on Donnerstag, August 2, 2007 at 10:34

    Das Imperativ-Verbot hab ich mir selbst auferlegt. Gibt doch nix Schlimmeres in der Werbung: „Probieren und genießen Sie mein Produkt! Na los!“

  7. Anke said, on Montag, August 6, 2007 at 14:46

    Der Imperativ ist ein Mistkerl, weil er meist mit „einfach mal“ auftaucht. „Probieren Sie doch einfach mal mein Produkt.“

    (Ich schmuggele in jeden Text mindestens ein Semikolon.)

  8. verachimscholli said, on Montag, August 6, 2007 at 14:56

    Stimmt, das Semikolon. Da habe ich auch ein Faible für. Weshalb eigentlich? Wahrscheinlich, weil es so schön ambivalent ist. (Geht es Ihnen wieder besser?)

  9. Anke said, on Montag, August 6, 2007 at 17:06

    Merke: Wenn man wegen Rückenzickerei nicht sitzen will, kann auch tippen, wenn man auf dem Rücken liegt und das MacBook auf den Knien balanciert. Dauert nur alles ein bisschen länger. (Also ja. Danke der Nachfrage.)


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