Vera Chimscholli ihr sein TextBlog

Ein Sechser als Stöckchen

Posted in Alltag, Stöckchen, W wie Vera by Vera Chimscholli on Mittwoch, Februar 14, 2007

Ulli hat ein sechs-komische-oder-kuriose-Dinge-über-mich-Stöckchen nach mir geworfen und gefragt, ob ich fangen könne. Damit geht’s dann direkt los, denn

  1. Fangen funktioniert bei mir nicht. Ich sehe den Ball, die Frisbee-Scheibe, das Kissen, den Kerl auf mich zukommen; fokussiere, konzentriere mich, greife danach – aber festhalten klappt nicht.
  2. Ich kann kein Wasser trinken. Weder pur noch mit Kohlensäure. In Reinform will es einfach meine Kehle nicht runter. Tee, Kaffee, Rotwein, Bier gehen. Auch Fruchtsäfte, in allen Schattierungen, aber reines Wasser … nee.
  3. Ich bin schräg; das ist jetzt nicht im metaphorischen Sinne gemeint, sondern durchaus wörtlich zu nehmen. An irgendeinem Punkt muss sich meine Muskulatur entschlossen haben, dem Symmetriegedanken abzuschwören und die linke Körperhälfte mit anderer Zugkraft auszustatten als die rechte. Folge: Die Längsachse durch meinen Körper ist eine Diagonale. Fühlbares Zeichen: Mein rechtes Schlüsselbein steht teilweise zwei Zentimeter höher als das linke, und das leitet mich direkt zu Punkt vier dieser Liste.
  4. Seit sieben Jahren jogge ich mit den gleichen Tretern durch den Wald. Nach in Augenscheinnahme der Schuhe hat bis jetzt jeder Orthopäde seine Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, weil die Sohle des linken Schuhs inzwischen durch ist und ein dickes Loch hat, das ich regelmäßig von innen mit einer Einlage abdecke, während der rechte Schuh nahezu unversehrt ist. Aber joggen klappt halt nur mit diesem Paar. Alle anderen, die ich inzwischen, schon aus hygienischen Gründen, ausprobiert habe, versauern im Regal.
  5. Ohne Stress geht gar nichts. Ich brauche den Druck; jaja, ich weiß, er ist es, der aus Kohle Diamanten macht, haha. Aber irgendetwas muss dran sein. Dabei meine ich jetzt den positiven Stress, die letzten Stunden vor einer großen Präsentation, oder damals die zwei Tage vor einer Abi-Klausur. Stutenbeißerei hingegen macht mich platt.
  6. Ich bin unglaublich treu. Meinem liebsten Schreibgerät. Seit ich weiß nicht wie langer Zeit schon schleppe ich einen schwarzen Druckbleistift mit mir herum. Zwar hat dieser Stift auch noch eine Marker- und eine Kugelschreibermine, doch die beiden habe ich so gut wie nie benutzt. Wahrscheinlich sind die längst ausgetrocknet, hab’s noch nicht getestet. Dieser Stift ist das Nadelöhr zwischen Hirn und Blatt. Er ist mein ein und alles. Kollegen der zwanghaften Stifteinsteckerfraktion, die den Fehler begingen, ihrer Manie an meinem Schreibgerät frönen zu wollen, haben sich danach in Therapie begeben.

So, das waren meine Kuriositäten. Je sechs weitere findet Ihr bei Frau Gröner und Steffen, denen ich hiermit dieses Stöckchen rüber werfe.

Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

Eine Antwort

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  1. […] 10th, 2007 · 1 Comment Als ob das nicht reichen würde, kommt nun ein weiterer Seelenstripstock von hier geflogen. Touché, […]


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