Vera Chimscholli ihr sein TextBlog

Die Tücken einer Unisex-Toilette.

Posted in W wie Vera by Vera Chimscholli on Donnerstag, August 31, 2006

Unmittelbar vor der Mittagspause kam ein Kollege mit folgenden Worten in mein Büro: »Sag mal, Vera, wenn ich „das Richtige“ schreibe, wird „Richtige“ doch groß geschrieben, oder?«
»Ja, genau.«, konnte ich darauf nur antworten. Das schien ihm aber nicht zu genügen, denn er fragte nach »Für mich fühlt sich das irgendwie komisch an. Bist Du Dir wirklich sicher?« Auch darauf konnte ich wieder nur »Ja, bin ich.« erwidern. »Aber wenn es Dich beruhigt, schaue ich gerne nach.« »Ok, prima«, meinte er und verschwand nach links aus meinem Büro.
Ich fand das von mir Gesagte nach der jüngsten Regelauslegung des Duden bestätigt; und so machte ich mich auf die Fährte des Kollegen. Da er nach links abgebogen war, konnte er nur an einem Ort sein. Kurz vor der Mittagspause suche ich den gerne selbst auf. Also nichts wie hinterher.
Bei uns ist, müsst Ihr wissen, alles hip und holla. So haben wir selbstredend auch ein WC wie bei Ally McBeal. Also Tür auf und mal hören, wo er steckt. »Piet?«, rief ich. »Ja?!«, kam die Antwort ein wenig gedämpft von hinter der letzten Tür links. »Groß«, rief ich nur, doch noch bevor der letzte „S“-Laut verklungen war, brach ich in lautes Gelächter aus, zu dem sich ein gedämpftes Echo von hinter der letzten Tür links gesellte.
Als wir uns wenig später von Angesicht zu Angesicht im Treppenhaus trafen, grinsten wir uns nur breit an und ich sagte, „Das war ja eben eine irre Nummer auf der Toilette.“ Und was mir damit wieder passiert war, begriff ich erst, als ich in die Gesichter der umstehenden Kollegen blickte.
Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli

2 Antworten

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  1. eigenart said, on Montag, September 11, 2006 at 15:22

    Das klingt wie die Vorbereitungen meiner Mutter, als ich mich mit der Superalpenüberquerungsbegleiterin anmeldete:

    Am Telefon:
    „Öh, macht es euch was aus, miteinander zu schlafen?“
    „Nö, machen wir doch gerne. Ich frag aber nochmal, damit du beruhigt bist.“

    Am nächsten Tag:
    „Ich soll dir ausrichten, dass sie sich, wörtlich, nichts Tolleres vorstellen kann, als mit mir zu schlafen.“
    „Um Gottes Willen, was hast du sie denn gefragt?“
    „Na, dass ich sie mal von dir fragen sollte, ob sie Probleme damit hätte, mit mir zu schlafen.“
    „Ach… ja und wie jetzt? Wie nah steht ihr euch eigentlich? Meine Frage war eigentlich, ob es OK ist, wenn ihr euch ein Bett teilt…. Jetzt habe ich mich, glaube ich, selbst verwirrt.“
    „OK, nochmal zum Mitschreiben: Wir werden uns ein Bett teilen…“
    „Verstehe.“
    „Also… keine Kondome besorgen…“
    „Verarschen kann ich mich selbst!“
    „Ich weiß.“

  2. verachimscholli said, on Montag, September 11, 2006 at 21:03

    Ja, so geht. Jeden weiteren Kommentar zu „Bett teilen“ spare ich mir jetzt aber.
    Das hatten wir doch bereits irgendwo?!


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