Freitagstexter
Veröffentlicht in Freitagstexter von Vera Chimscholli am Freitag, Juli 25, 2008
Ein guter Bekannter ist wieder einmal in da Bloghouse, da die Julia ihm den Weg hierher gewiesen hat. Dafür nochmals meinen Dank über die Grenze nach Wien.
Der freundliche Wanderer auf dem Weg durchs Blogland ist ganz der Alte geblieben und lebt immer noch nach und von den bekannten Regeln. Also, Headline, Spruch oder Roman zum Bild überlegen, posten und am Mittwoch wieder reinschauen, um zu erfahren, wie es ausgegangen ist. Mir obliegt dann nämlich die immer schwieriger werdende Aufgabe, den Gewinner zu ermitteln, der hernach die folgende Runde austragen wird. Klingt komisch, is aber so. Und nu los.
Bis dann dann
Eure Vera Chimscholli
27 Antworten
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Ich sehe Licht!
Mastdarm TV – neu für alle präsumptiven Kriecher
Excursions in Astronomy.
Today: „Uranus“.
- 1sttakeregierung.
Da fällt mir ein Lied ein:
An einem trüben Tag, als er gerade vierzehn war,
eben wuchs auf seiner Brust das erste blasse Haar,
spielte er für sich im Wald, da rief sein Vater ihn herein,
brachte ihn zu seiner Mutter, ließ ihn dann mit ihr allein.
Den Kopf mit Waldgeschichten voll gestopft bis an den Rand,
drei Federn noch im Schopf, Pfeil und Bogen in der Hand,
stand er da ganz nackt und seine knochige Gestalt
war von Kopf bis Fuß mit bunten Kriegszeichen bemalt.
Seine Mutter strich um ihn herum und deutete dann
mit dem Blick auf seinen rot-weiß-grün gestreiften Pillermann;
sagte: Ach, mein Junge, wenn du schon so gerne malst und schmierst,
sorge ich dafür, dass du was Künstlerisches wirst.
Kurze Zeit darauf fand sich ein Warenhaus bereit,
ihn als Schildermaler einzustellen, mit ´ner Probezeit.
Er bestaunte, dass ihm tagelang der Mund weit offen stand
in dem großen Hause all die neuen Dinge, die er fand.
Schöne Menschen gab es dort, mit Gesichtern, glatt und weich
und er schaute in den Spiegel, lief schnell weg und fragte gleich
einen unrasierten alten Mann mit eckigem Gesicht:
Warum sind wir beide denn so hässlich und die andern nicht?
Wenn´s dein Wunsch ist, sprach der Mann, so wie die anderen zu sein,
halte dich an deinen Chef, kriech ihm einfach hinten rein!
Das übst du fleißig, bis sich dein Profil schön sanft und glatt
an der Darmwand deines Vorgesetzten abgeschliffen hat.
Und schon wandte sich der Junge an den sauberen Verein
mit dem heißen Wunsch, bald auch so ´n schöner Arschkriecher zu sein.
Doch da zeigten sich die Menschen sehr verwundert und empört,
taten so, als hätten sie dieses Wort noch nie gehört.
Sie packten ihn am Arm, führten ihn in einen Raum,
da hing ein hoher Vorgesetzter, höher als ein Baum
von der Zimmerdecke, festgeschnallt auf einem Stützkorsett,
Dessen nackter Hintern pendelte schön glänzend, bleich und fett;
wie ein praller Gasballon, nur zigtausend mal so schwer,
als die Tür aufging, kaum wahrnehmbar, im Luftzug hin und her.
Der Junge spürte, als das dicke Ding da vor ihm schwang,
eine sanfte Hand im Nacken, die ihn in die Knie zwang.
Und da fand er sie, die Öffnung, ganz tief unter, gar nicht groß
und er jauchzte laut vor Freude und sofort ließ man ihn los.
Er atmete tief ein, bohrte dann mit aller Macht
seinen dürren Knabenkörper in den engen, dunklen Schacht.
Doch im nächsten Augenblick ein heißer Druck, ein Donnerschlag,
und als er darauf halb betäubt in einer Ecke lag,
einen Mann vor Schmerz laut brüllen hörte, war ihm endlich klar,
dass er als Afterkriecher völlig ungeeignet war.
Er befühlte sein Gesicht, es war noch alles wie vorher,
nur mit der scharfen Krümmung seiner Nase hatte er
dem Vorgesetzten nicht allein den Schließmuskel geritzt,
sondern ihm auch noch der Länge nach den Mastdarm aufegschlitzt.
Voller Angst sah er jetzt, wie die schönen Menschen um ihn her
hässlich wurden und ihn schlugen, und schon spürte er nichts mehr.
Als er dann erwachte sah er jenen alten Mann mit dem eckigen Gesicht, er kroch hin und schrie ihn an:
Ich hab die Menschen jetzt, wie sie wirklich sind, geseh´n
und ich krieche auch nie wieder, davon wird man gar nicht schön.
Ich will wissen, alter Mann, was ist mit den Leuten los;
wenn sie schon nicht hübscher werden, warum kriechen sie denn bloß?
Schwer zu sagen, sprach der Mann, manch einer kriecht ja auch nicht gern
und er meint, er muss es tun, um die Familie zu ernähr´n.
Dem andern macht es Spass, er schafft sich Frau und Kinder an,
als Vorwand, nur damit er besser arschkriechen kann!
(natürlich reine Koinzidenz, dass Hannes Wader das auch so
aufgeschrieben hat)
- Plagiatregierung.
Anallysis.
Darmverschlingung.
Tillmann freute sich, dass er noch so kurzfristig einen Platz im VHS-Kurs „Proktologie leicht gemacht“ gekommen hatte. Schon die erste Stunde, die unter dem Thema „Anschauungsunterricht“ stand, hatte es „in sich“.
Das hattu sich Bun aber ganz andurs vorgustullt mit dur Puupsshow.
Figurengruppe „Warschau“
In die (Darm)röhre gucken
Da half alles gute Zureden vom Stilberater (Mitte mit Mütze) nichts: Gernot und Wilhelm (v. l.) waren in Gesellschaft immer noch so steif, als hätten sie einen Stock im Allerwertesten.
Oh scheisse!
Bei der Vermarktung seines neuen Peristaltoskops sah Jürgen eine Menge auf sich zukommen.
Ich würde meinen, dieses Bild hat Po-Tential.
„Sie wollen weiche Linsen? Sie bekommen weiche Linsen“, mit diesen Worten hatte ihn der Augenarzt an dieser seltsamen Apparatur zurückgelassen.
Karriereaussichten in der Kultur- und Kreativbranche
Der Künstler durchlebt gerade seine banale Phase.
Was Kulturpessimisten schon lange fürchteten: die Kunst ist im Arsch.
der 2er links unten, der muss leider raus!
Die Zollinspektion Frankfurt bildet aus.
- Visiteregierung.
„Die astronomischen Beobachtungen der alten Griechen“ hatten
sich die Erstsemester doch etwas anderes vorgestellt.
- Morningregierung.
Auch eine unmittelbar eingeleitete Arsch-zu-Auge-Beatmung konnte sein Augenlicht nicht mehr retten.
Alltag auf der Eye-Ass-Ass.
Das iAss – mit dem neuen Update ist es jetzt auch möglich jenseits
der schwarzen Löcher mehr über das Universum zu erfahren.
- Hä?regierung.
Entgegen der allgemeinen Vermutung
recherchiert die BILD-Zeitung DOCH!
- EndeGeländeregierung.
Ja, ich weiß, man sollte nicht zweimal antreten. Aber ein Wort sei noch gestattet:
Steckrübe.
[...] Uncategorized by Vera Chimscholli am Juli 30th, 2008 Na toll, jetzt habe ich also, um im Bild zu bleiben, die Arschkarte gezogen und muss darf am heutigen Mittwoch den Sieger dieser [...]